Was passiert wenn man Kleidung bei 60 Grad wäscht

Was passiert wenn man Kleidung bei 60 Grad wäscht

Was passiert, wenn man Kleidung bei 60 Grad wäscht?

Das Waschen von Kleidung bei 60 Grad ist in vielen Haushalten eine gängige Praxis. Aber was passiert tatsächlich mit den Textilien bei dieser Temperatur? Wann ist es ratsam, 60 Grad zu wählen, und was sollten Sie hinsichtlich Bekleidung, Umwelt und Hygiene beachten? Hier erhalten Sie eine Übersicht.

Welche Kleidungsstücke können Sie bei 60 Grad waschen?

Nicht alle Kleidungsstücke überstehen eine so warme Wäsche unbeschadet. 60 Grad eignet sich hauptsächlich für stark verschmutzte Artikel oder für solche, bei denen eine erhöhte Hygiene erforderlich ist. Dazu zählen beispielsweise:

  • Handtücher und Bettwäsche: Diese sammeln Hautschüppchen und Schweiß. Die hohe Temperatur entfernt die meisten Bakterien.
  • Küchentextilien: Spüllappen, Geschirrtücher und dergleichen kommen oft mit Lebensmittelresten und Bakterien in Kontakt. 60 Grad sorgen dafür, dass sie wieder sauber werden.
  • Unterwäsche und Socken: Für Personen mit geschwächtem Immunsystem, bei Infektionen oder Pilzbefall kann 60 Grad empfohlen werden.
  • Babykleidung: Besonders bei Lätzchen und Stoff, der mit Körperflüssigkeiten in Kontakt kommt, ist heißes Waschen sinnvoll.

Kleidungsstücke, die mit "kochfest" oder "60 Grad" gekennzeichnet sind, vertragen diese Temperatur. Achten Sie immer auf das Etikett. Übliche Kleidung wie Jeans oder T-Shirts wird oft bereits bei niedrigeren Temperaturen sauber.

Gibt es Materialien, die bei 60 Grad Schaden nehmen?

Das Material spielt eine entscheidende Rolle bei der Wahl der Waschtemperatur:

  • Baumwolle: Farben können bei wiederholtem Waschen in hoher Wärme ausbleichen oder das Material kann einlaufen.
  • Synthetik: Polyester, Elasthan oder Acryl halten keinen hohen Temperaturen stand. Sie können ihre Form verlieren oder schmelzen.
  • Wolle und Seide: Empfindliche Fasern können durch Wärme schnell geschädigt werden. Sie können bereits bei niedrigeren Temperaturen einlaufen oder ihre Form verlieren.
  • Gemischte Materialien und behandelte Fasern: Hier besteht das Risiko des Einlaufens, Farbverlustes oder der Beeinträchtigung der speziellen Oberfläche.

Wenn Sie empfindliche Kleidung bei 60 Grad waschen, kann es zu Einlaufen, Ausbleichen oder Formverlust kommen. Besonders farbenfrohe oder elastische Artikel fühlen sich bei niedrigeren Temperaturen und einem schonenden Waschgang wohler.

Ist 60 Grad hygienischer als niedrigere Temperaturen?

Viele wählen 60 Grad, wenn sie auf Hygiene achten. Diese Temperatur entfernt die meisten Bakterien und Pilze – vorausgesetzt, die Maschine hält tatsächlich 60 Grad während des gesamten Waschvorgangs. Das ist besonders nach Krankheiten oder bei Kontakt mit Körperflüssigkeiten von Vorteil.

Studien zeigen, dass viele Bakterien erst ab 60 Grad und höher abgetötet werden. Bei 30 oder 40 Grad sind die Kleidungsstücke oft sauber, aber nicht alle Bakterien sterben immer ab. Im Alltag reichen oft niedrigere Temperaturen aus, wenn Sie gewöhnlich genutzte Kleidungsstücke waschen.

Wenn Sie immer nur bei niedriger Temperatur waschen, kann sich im Inneren der Maschine eine Ablagerung bilden. Daher kann es sinnvoll sein, gelegentlich Handtücher oder Bettwäsche bei 60 Grad zu waschen, um die Trommel frisch zu halten.

Wie wirkt sich eine 60-Grad-Wäsche auf die Umwelt aus?

Das Waschen mit hohen Temperaturen verbraucht mehr Energie als bei niedrigeren Temperaturen. 60 Grad verbrauchen fast doppelt so viel Strom wie 30 oder 40 Grad, da das Wasser mehr erhitzt werden muss.

Das hat mehrere Auswirkungen:

  • Erhöhter Energieverbrauch und größerer Klimawandel.
  • Die Kleidungsstücke nutzen sich schneller ab, was bedeutet, dass neue Kleidung möglicherweise schneller benötigt wird.
  • Wenn die Maschine überladen wird in der Annahme, dass es effizienter ist, kann auch der Wasser- und Waschmittelverbrauch steigen.

Waschen Sie daher nur dann bei 60 Grad, wenn es unbedingt erforderlich ist. Die meisten Kleidungsstücke werden bei niedrigen Temperaturen sauber, was sowohl für die Kleidung als auch für die Umwelt besser ist.

Welches Waschmittel eignet sich für 60 Grad?

Bei 60 Grad reicht oft ein handelsübliches Waschmittel für Weiß- oder Buntwäsche aus. Die hohe Wärme entfernt den Großteil von Schmutz, Bakterien und Gerüchen. Buntwaschmittel helfen, die Farben besser zu erhalten. Für weiße und stark verschmutzte Kleidungsstücke ist ein Universalwaschmittel eine gute Wahl.

Besondere Zusätze wie Desinfektionsmittel sind in der Regel nicht notwendig. Wählen Sie das Waschmittel je nach Material – mildere Waschmittel für empfindliche Fasern. Halten Sie sich an die Dosierungsanweisungen. Zu viel Waschmittel schadet sowohl der Umwelt als auch den Kleidungsstücken, während zu wenig zu einem schlechteren Ergebnis führen kann.

FAQ

Welche Kleidung kann ich bei 60 Grad waschen?
Handtücher, Bettwäsche, Unterwäsche, Socken und sehr verschmutzte Küchentextilien – sofern das Etikett es erlaubt. Empfindliche Materialien wie Wolle, Seide oder bestimmte Synthetikstoffe fühlen sich besser bei niedrigeren Temperaturen wohl.

Was passiert mit empfindlichen Textilien bei 60 Grad?
Wolle, Seide oder stark synthetische Kleidung können einlaufen, Farbe verlieren oder ihre Form verändern und schneller abnutzen. Überprüfen Sie immer das Pflegeetikett.

Wie oft sollte ich bei 60 Grad waschen?
Das ist nicht oft nötig. Für die meisten Kleidungsstücke reichen 30 oder 40 Grad aus. Wählen Sie 60 Grad nach Krankheiten oder wenn die Wäsche stark verschmutzt ist.

Kann 60 Grad gut für Allergiker sein?
Ja, für Allergiker oder bei Infektionen kann 60 Grad eine gute Lösung sein, da Milben und Bakterien reduziert werden.

Ist es umweltfreundlicher, kälter zu waschen?
Ja, niedrigere Temperaturen sparen Energie, schonen die Kleidung und verringern die Umweltauswirkungen. Wählen Sie 60 Grad nur, wenn es wirklich notwendig ist.